| Japan - zweite Etappe der Asienreise |
|
|
Die zweite Etappe der Asienreise führte die Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Maria Voce, und ihre Mitarbeiter nach Japan. Hier geht es vor allem um wichtige Begegnungen mit der modernen buddhistischen Bewegung Rissho Kosei-kai. Maria Voce wird auf Einladung des Präsidenten Nichiko Niwano zu 5.000 Mitgliedern der buddhistischen Laienbewegung sprechen und sich anschließend mit führenden Mitgliedern der Jugendsektion treffen. 1981 hat Chiara Lubich zum ersten Mal 10.000 Mitgliedern der Rissho Kosei-kai ihre Erfahrung als Christin erzählt, in der gleichen "Heiligen Aula" vor einer alles beherrschenden riesigen Buddhastatue. Damals wurde die Freundschaft zwischen den beiden Bewegungen besiegelt. "Manchmal denke ich an die Liebe und Einheit, die Chiara uns vermittelt hat und an das Mitleid und das Wohwollen unseres Gründers Nikkyo Niwano", vertraute Nichito Niwano bei einem Rombesuch im Jahr 2008 Freunden der Fokolar-Bewegung an, "diese großen Ideale werden uns helfen, gemeinsam voran zu gehen und unseren Beitrag zu einer Veränderung der Welt zu geben." Die ersten Tage waren dem Zusammensein mit der Fokolar-Bewegung vor Ort gewidmet, Spaziergängen in den berühmten Gärten von Tokyo, vielen Gesprächen vor allem mit den japanischen Mitgliedern, um Zugang zu finden zur Kultur des Landes. Japan ist ein Land mit einer unendlich reichen Kultur", erklärte der Apostolische Nuntius Mons. Alberto Bottari de Castello bei dem Besuch von Maria Voce und Giancarlo Faletti in der Nuntiatur, "und gleichzeitig Vorreiter in einer überwältigenden technischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Eine faszinierende Welt." Diese Faszination haben auch die Gäste aus Rom gespürt. Sie beschreiben die geradezu mustergültige Verkehrsordnung, alles läuft glatt. "Man hat den Eindruck, jeder weiß genau, wo er hin will, jeder ist zur rechten Zeit am rechten Ort." Und doch kann dieser Schein auch trügen. Hinter einem frenetischen Wachstum verbirgt sich auch eine tiefe menschliche Trostlosigkeit, die nicht zuletzt dadurch hervorgerufen wird, daß die Menschen hier keine Zeit mehr haben, sich ihrer Familie zu widmen. "Viele Väter gehen morgens aus dem Haus, wenn die Kinder noch schlafen, und kehren abends zurück, wenn sie schon wieder schlafen. " Die Familien sind das schwache Glied in der gesellschaftlichen Kette Japans, sie sind in ihrer Existenz bedroht, nicht so sehr durch finanzielle Probleme - obwohl die Finanzkrise auch in Japan zugeschlagen hat - sondern in erster Linie durch den menschenverachtenden Arbeitsrhythmus. Auch religiöse Bindungen und die damit verbundene Lebenskraft sind selten in der japanischen Bevölkerung. Nach vierhundert Jahren Christentum gibt es weniger als eine halbe Million Christen im Land, eine absolut verschwindende Minderheit. Auf diesem Hintergrund bekommen die Worte von Maria Voce an die 380 Mitglieder der Bewegung in Japan eine besondere Bedeutung: " Ihr könnt glücklich sein, daß Gott auch auserwählt hat, hier zu leben. In diesen Tagen habe ich die Freude erfahren, vielen echten Geschwistern zu begegnen. Ich habe das nicht erwartet. Seid froh, daß ihr zu dieser Familie gehört." Und unter Hinweis auf einen sehr schönen, eleganten japanischen Tanz fügte die Präsidentin der Fokolar-Bewegung hinzu: "Wenn man einen Schritt gemacht hat, dann ist man einen Schritt weiter. Auch viele kleine Schritte führen zum Ziel. Also Mut zu kleinen Schritten."Professor Donati, Direktor des italienischen Kulturinstitutes und Gastgeber bei dem Fokolar-Treffen in Tokyo, kommentierte: "380 - wenige? Es ist das erste Mal in drei Jahren, daß dieser Hörsaal voll ist!" Damit geht die 2. Etappe der Asienreise zu Ende und es geht weiter auf die Philippinen. |


Die zweite Etappe der Asienreise führte die Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Maria Voce, und ihre Mitarbeiter nach Japan. Hier geht es vor allem um wichtige Begegnungen mit der modernen buddhistischen Bewegung Rissho Kosei-kai.
Maria Voce wird auf Einladung des Präsidenten Nichiko Niwano zu 5.000 Mitgliedern der buddhistischen Laienbewegung sprechen und sich anschließend mit führenden Mitgliedern der Jugendsektion treffen.
Japan ist ein Land mit einer unendlich reichen Kultur", erklärte der Apostolische Nuntius Mons. Alberto Bottari de Castello bei dem Besuch von Maria Voce und Giancarlo Faletti in der Nuntiatur, "und gleichzeitig Vorreiter in einer überwältigenden technischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Eine faszinierende Welt." Diese Faszination haben auch die Gäste aus Rom gespürt. Sie beschreiben die geradezu mustergültige Verkehrsordnung, alles läuft glatt. "Man hat den Eindruck, jeder weiß genau, wo er hin will, jeder ist zur rechten Zeit am rechten Ort."
Und doch kann dieser Schein auch trügen. Hinter einem frenetischen Wachstum verbirgt sich auch eine tiefe menschliche Trostlosigkeit, die nicht zuletzt dadurch hervorgerufen wird, daß die Menschen hier keine Zeit mehr haben, sich ihrer Familie zu widmen. "Viele Väter gehen morgens aus dem Haus, wenn die Kinder noch schlafen, und kehren abends zurück, wenn sie schon wieder schlafen. " Die Familien sind das schwache Glied in der gesellschaftlichen Kette Japans, sie sind in ihrer Existenz bedroht, nicht so sehr durch finanzielle Probleme - obwohl die Finanzkrise auch in Japan zugeschlagen hat - sondern in erster Linie durch den menschenverachtenden Arbeitsrhythmus. Auch religiöse Bindungen und die damit verbundene Lebenskraft sind selten in der japanischen Bevölkerung. Nach vierhundert Jahren Christentum gibt es weniger als eine halbe Million Christen im Land, eine absolut verschwindende Minderheit.
Auf diesem Hintergrund bekommen die Worte von Maria Voce an die 380 Mitglieder der Bewegung in Japan eine besondere Bedeutung: " Ihr könnt glücklich sein, daß Gott auch auserwählt hat, hier zu leben. In diesen Tagen habe ich die Freude erfahren, vielen echten Geschwistern zu begegnen. Ich habe das nicht erwartet. Seid froh, daß ihr zu dieser Familie gehört." Und unter Hinweis auf einen sehr schönen, eleganten japanischen Tanz fügte die Präsidentin der Fokolar-Bewegung hinzu: "Wenn man einen Schritt gemacht hat, dann ist man einen Schritt weiter. Auch viele kleine Schritte führen zum Ziel. Also Mut zu kleinen Schritten."