| 5. Etappe der Asienreise: Thailand |
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Auf ihrer Asienreise hat die Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Maria Voce, mit ihren engsten Mitarbeitern eine sehr aktive und lebendige Bewegung vor Ort erlebt, die innerlich und äußerlich im Wachstum begriffen ist. Korea, Japan, Philippinen, Thailand: überall zeichnen sich ihre Mitglieder aus durch eine große Dialogbereitschaft mit Vertretern der großen Weltreligionen sowie durch konkreten und professionellen Einsatz in den sozialen Belangen dieser Länder. Vor etwa 100 Studenten der wichtigsten buddhistischen Universität in Chiang Mai, an der auch Mönche aus Kambodscha, Laos und Myanmar studieren, sprach die Präsidentin der Fokolar-Bewegung über die Katholische Kirche und ihre Zielsetzungen. Sie erklärte die Charakteristiken der christlichen Liebe und betonte dabei ein zentrales Kennzeichen der buddhistischen Askese: "Um den anderen in uns aufnehmen zu können, müssen wir ihm soviel Platz wie möglich in unserem Inneren einräumen und uns selbst ganz zurücknehmen. Das ist die wesentliche Voraussetzung für den Dialog mit allen. So kann man die Zeichen der Wahrheit in jedem erkennen. Dialog ist Liebe in der Wahrheit, und dieser Weg ist nicht immer leicht."
"Ich sehe jetzt die Christen ganz anders", kommentierte ein Student anschließend, "ich achte Eure Öffnung uns gegenüber und verstehe, dass wir anfangen können, uns gegenseitig zu lieben. Das hätte ich nie vermutet. Es macht mir Mut, auch mit Muslimen in Dialog zu treten".
Maria Voce:"Gott ist Liebe. Diese Entdeckung ist auch antropologischer Art, denn der Glaube an die Liebe Gottes hat hier in der Fokolar-Bewegung ein neues Modell für das Christsein entworfen: das Kind nach dem Evangelium. Nach dem Tod Chiaras hätte man sich in trauriger Resignation zurückziehen können, stattdessen hat der Heilige Geist neues pulsierendes Leben geschaffen."
Nach einem dreitägigen Treffen mit 250 Fokolaren aus Asien, die bisher an keinem Treffen mit der Präsidentin teilgenommen hatten, zogen Maria Voce und Giancarlo Faletti mit den Verantwortlichen der Fokolar-Bewegung aus Asien Bilanz über den vierzigtägigen Besuch. "Wir sind dem Goldenen Faden nachgegangen, den Gott in diesen überreichen Tagen mit uns gesponnen hat", erklärte ein Teilnehmer. Zum Abschluß dann der Besuch auf einem 14 Hektar großen Grundstück 140 Kilometer von Bangkok entfernt, das der Bewegung übereignet wurde, um dort nach Tagaytay auf den Philippinen eine zweite Siedlung der Fokolar-Bewegung in Asien zu bauen, die dem Dialog unter den Religionen dienen soll.
"Auch mir gefallen Abenteuer", gab Maria Voce zu, "allerdings muß sich zum Abenteuersinn Engagement und konkrete Liebe gesellen. Wenn man liebt, muß man sich aber auch den Sinn für Abenteuer bewahren, also: Vorwärts, nur Mut!" |

