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Abschluß des Priesterjahres in Rom PDF Drucken
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5000 Priester, Seminaristen und Diakone in der Audienzhalle, Rom

Zum Abschluss des Priesterjahres trafen sich 5000 Priester, Seminaristen und Diakone in der Audienzhalle neben dem Petersdom, um am Vorabend der offiziellen Abschlussfeierlichkeiten über Rolle und Aufgabe des Priesters in der heutigen Zeit nachzudenken. Die internationale Veranstaltung wurde organisiert von den Priestern der Fokolar-Bewegung in Zusammenarbeit mit Schönstatt und der Charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche. (siehe auch Bilder-Gallery)

Erfahrungsberichte und künstlerische Darbietungen, Statements und mitreißende Musik sollten den Teilnehmern Mut machen, auch in schwierigen Zeiten zu ihrer Berufung zu stehen.
Drei Lebenszeugnisse stachen besonders hervor: einige Priester aus Burundi berichteten, wie sie unter Einsatz ihres Lebens für die Einheit der beiden befeindeten Volksgruppen Hutu und Tutsi eingetreten waren; ein irischer Priester schilderte eine persönliche Krisensituation, in der es ihm gelungen war, dem Zölibat treu zu bleiben durch eine neue und tiefere Entscheidung für Gott; ein deutscher Priester sprach offen über Alkoholprobleme in der Vergangenheit und die wichtige Rolle seiner Gemeinde, die ihm freundschaftlich zur Seite gestanden war.

alt Kardinal Bertone, der gekommen war, um den Gruß des Papstes zu bringen, unterstrich: "Der Atem der Gemeinschaft ist ein fundamentales Element für die Gesundheit des Leibes der Kirche." Mit einer Vesper, die mit dem Lied von Gen-Verde "Veni sancte spiritus" und dem Aufrollen eines langen Spruchbandes - wie der Einbruch eines Lichtstrahles des Hl. Geistes ins Gottesvolk - endete der Nachmittag.
Ein Priester kommentierte: "Heute beginne ich wieder mein Priestertum mit dem ursprünglichen Enthusiasmus und mit der Reife von 40 Jahren neu zu leben."

alt Bei der Vesper abends am Petersplatz beantwortete der Papst vor 15000 Priestern einige Fragen. Bezüglich der Überlastung der Priester betonte der Papst: Man möge Prioritäten setzen. Er erwähnte dabei die Bedeutung der Eucharistiefeier am Sonntag, die Verkündigung des Wortes Gottes und die Liebe zu den Leidenden. Und er schloss mit den Worten: "Gehen wir weiter, aber ruht euch auch aus. Habt Mut dazu."

Bei der Heimfahrt im Bus tauschten wir uns unsere Eindrücke aus, es war:
in tiefes Erlebnis der Weltkirche – ein Neuverstehen des Priestersein als Dienst am Volk Gottes -  eine Erfahrung der Festlichkeit - eine Ermunterung zum Aushalten im scheinbaren Tod der Kirche - eine Erfahrung, dass der Totgesagte als der Auferstandene unter uns lebt und uns im Ideal der Gemeinschaft zum Weitergehen stärkt.