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Die Eucharistie

„Gott ist Mensch geworden, um uns zu retten. Als Mensch hat er sich sogar zur Speise machen wollen, sodass wir, durch ihn genährt, wie Er würden.
Dies ist das Ziel der Eucharistie: uns mit Jesus zu nähren, sodass wir wie Er werden; denn Jesus hat uns geliebt wie sich selbst.“‘



IMMER BIST DU DA
Es übersteigt mein Verstehen,
es ist überwältigend
und bewegt mich immer stärker
in der Tiefe des Herzens:
dein schweigendes Dasein
im Tabernakel.

Komme ich morgens zur Kirche,
bist du da.
Drängt mich die Liebe eilends zu dir,
bist du da. Schau ich vorbei
aus Zufall, Gewohnheit oder Ehrfurcht,
immer bist du da.
Jedesmal sagst du mir etwas,
bringst du Klarheit in mein Denken und Fühlen.
In immer neuen Noten
läßt du dein vertrautes Lied erklingen
und sagst mir aufs neue ein einziges Wort:
ewige Liebe.

Mein Gott,
nichts Besseres konntest du ersinnen.
Dein Schweigen
dämpft den Lärm unseres Lebens;
in diesem Schweigen
schlägt dein Herz, das jede Träne trocknet;
dieses Schweigen
übertrifft die Harmonie des Himmels;
dieses Schweigen
sagt dem Verstand das Wort
und schenkt dem Herzen göttlichen Trost;
in diesem Schweigen
ordnen sich alle Stimmen
zu einem herrlichen Chor,
und jedes Gebet klingt verwandelt.

Deine geheimnisvolle Gegenwart ...
Dort ist das Leben,
die Erfüllung der Sehnsucht;
dort findet unser Herz Ruhe,
und wir schöpfen neue Kraft
für den Weg unseres Lebens.


Chiara Lubich
(aus dem Buch: "Alle sollen eins sein" - Geistliche Schriften, Verlag Neue Stadt, S. 51-52)