Gemeinschaft als Ausgangspunkt für alles Erkennen
Type the text hereDie Spiritualität der Einheit erschließt neue Dimensionen und Zugänge zur Wahrheit. Seit einigen Jahren gibt es am internationalen Zentrum der Fokolare in Rom eine Studiengruppe aus Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen, die sich der Aufgabe widmen, diesen Zugang näher zu beschreiben - die sogenannte "Schule Abba". Sie geht auf eine Initiative des Theologen und Bischofs von Aachen, Klaus Hemmerle, zurück, dessen Anliegen es war, ein solches Charisma in seiner Tiefe und Weite der ganzen Kirche zugute kommen zu lassen. Ihre Methodik hat das Fundament in der gelebten Einheit, die nicht nur als ein Lebensstil verstanden wird, sondern auch als Ausgangspunkt für das Erkennen.
„Hochschul-Institut Sophia – Für eine Kultur der Einheit“ so lautet der offizielle Titel einer neuen Universität, die mit Standort in Loppiano am 1. Dezember 2008 ihre Tore öffnet. Piero Coda, Theologieprofessor an der römischen Lateran-Universität, ist als Rektor designiert. Vizerektorin wird die amerikanische Mathematikerin Judy Povilus. Zum Professorenkollegium gehören unter anderem der Politikwissenschaftler Antonio M. Baggio, der Mailänder Wirtschaftswissenschaftler Luigino Bruni und der französische Bibelwissenschaftler Gerard Rossé. Die universitäre Hochschule „Sophia“ wurde mit Dekret vom 7. Dezember 2007 von der Päpstlichen Kongregation für das Katholische Bildungswesen als Universität bestätigt und nimmt zum kommenden Wintersemester den Lehrbetrieb auf. Die neu errichtete Universität unternimmt den Versuch, Leben und Lehre zusammenzubringen. Der Name „Sophia“ (griechisches Wort für Weisheit) will ausdrücken, dass es dort nicht nur um Wissensvermittlung gehen soll.
„Beziehung“ ist das Schlüsselwort für die neue Universität. Die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden soll die Grundlage dafür sein, dass die unterschiedlichen Wissensbereiche ebenfalls miteinander in Beziehung treten.
Dementsprechend ist das Studium interdisziplinär ausgerichtet. Es besteht vorerst aus zwei Zweigen: Philosophie-Theologie und Wirtschafts-Politikwissenschaft.
Voraussetzung für ein Studium ist das Bakkalaureat in einem beliebigen Fach. Darüber hinaus müssen die Studenten bereit sein, sich auf den besonderen Stil des Instituts „Sophia“ einzulassen. Dazu gehört ein „Pakt der gegenseitigen Annahme auf geistlicher und intellektueller Ebene“, die Orientierung an einem „Wort des Lebens“ aus der Schrift und der Austausch darüber sowie die Bereitschaft, die eigene Entwicklung regelmäßig im Miteinander auf den Prüfstand zu stellen. Abschließen kann man das Studium mit einem Master oder Doktorat. Die Abschlüsse sind europaweit anerkannt, da die „Sophia“ dem in Bologna definierten gemeinsamen Europäischen Hochschulraum angehört.
Interessierte Studenten können sich bereits jetzt via Internet bewerben: www.iu-sophia.net.
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