Im Unterschied zur konsumorientierten Wirtschaft, die auf einer "Kultur des Habens" basiert, ist die Wirtschaft in Gemeinschaft eine Wirtschaft des Gebens. Das oberste Ziel dieser Wirtschaft besteht in einer Gemeinschaft unter Menschen und Völkern, in der niemand Not leidet. Die Unternehmen der Wirtschaft in Gemeinschaft sind gewinnorientiert, jedoch bleibt der Profit nicht Selbstzweck, sondern wird im Sinne des Projektzieles für drei Anliegen verwendet:
- Linderung der Armut
- Verbreitung der Kultur des Gebens
- Weiterentwicklung der Unternehmen
Die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Wirtschaft in Gemeinschaft sind von einer Art des Gebens bestimmt, die durch Freiheit, Absichtslosigkeit und Freude charakterisiert ist. Durch dieses Geben werden in der Wirtschaft in Gemeinschaft die Bedürftigen gleichwertige Partner der Unternehmer. Die Beziehungen zu Lieferanten, Kunden und anderen Kontaktgruppen erneuern sich durch die innerbetriebliche Gemeinschaft. Das Konzept fand sehr rasch breite Zustimmung. Noch im Entstehungsjahr wurden weltweit Unternehmen gegründet. Bereits bestehende Betriebe haben sich nach den Grundprinzipien des Projektes ausgerichtet. Heute gibt es mehr als 750 Betriebe der Wirtschaft in Gemeinschaft, einige davon befinden sich in den Modellsiedlungen der Fokolar-Bewegung, einige haben sich in Industrieparks zusammengeschlossen haben. Grundlage für das mittlerweile realisierte Modell der "Wirtschaft in Gemeinschaft" ist eine "Kultur des Gebens" - ein vom Evangelium inspirierter Lebensstil, der sich seit Jahrzehnten in der Fokolar-Bewegung entwickelt. Die "Kultur des Gebens" führte in gesellschaftlichen Bereichen wie Politik, Kunst, Pädagogik oder Medien zu neuen Ansätzen, im sozialen und wirtschaftlichen Bereich entstand die "Wirtschaft in Gemeinschaft".
Ein solches Handeln mag schwierig, gewagt, heroisch scheinen. Aber das ist es nicht, denn der Mensch ist als Abbild Gottes geschaffen, der Liebe ist, und er findet seine Verwirklichung gerade im Lieben, im Geben. Dieses Verlangen liegt zutiefst in seinem Wesen begründet, gleich, ob er gläubig ist oder nicht. In genau dieser Feststellung, die von unserer Erfahrung bestätigt wird, liegt die Hoffnung auf eine weltweite Verbreitung der Wirtschaft in Gemeinschaft. (Chiara Lubich, Rocca di Papa, 1991)
Texte zur „Wirtschaft in Gemeinschaft” in Italienisch
E-Mail-Kontakt:
Über die Wirtschaft in Gemeinschaft informiert Sie gerne das Sekretariat der Neuen Gesellschaft, DI Otto Pischof,
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